Motivationsschreiben – der Misserfolg ist vorprogrammiert

Den Erfolg in der Zukunft zu sichern ist die prioritäre Verantwortung aller Mitglieder einer Unternehmung.

Um dies zu erreichen, arbeiten im Unternehmen Menschen, die sich durch überdurchschnittliches Engagement auszeichnen. Sie leben die Kultur von gegenseitigem Respekt, Klarheit, Originalität, Leidenschaft, Spass und Lernwillen, um sich permanent weiter zu entwickeln.

Aus all den Anstrengungen, die unternommen werden, um diese Mitarbeitenden in die Unternehmen zu bringen, will ich ein Thema beleuchten, das meines Erachtens vertieft hinterfragt werden muss:

Das Motivationsschreiben.

Bewerber werden aufgefordert, Motivationsschreiben zu verfassen. Wie bittstellerischen und erniedrigend ist diese Aufforderung für exzellente Leute! Und wenn schon bittstellerischen, dann müsste die Unternehmungsleitung auch Motivationsschreiben an den möglichen künftigen Mitarbeitenden adressieren.

Die Traurigkeit der Sache findet ihren Höhepunkt dann, wenn der- oder diejenige den Job erhält, welche/r die geforderten Attribute aus dem Stelleninserat am besten wiedergibt.

Und damit nicht genug: Für die Auswahl der vermeintlichen Leistungsträger im Unternehmen werden interne und externe Headhunter beauftragt, die sich dieses Systems nur allzu gerne bedienen, um die spätere Rechtfertigung für die Fehlbesetzung schon bei der Auswahl mit zu hohem Preis mitzuverkaufen.

Wobei es sind natürlich nicht alle Headhunter unseriös im Gegenteil, es gibt durchaus Headehunter welche eine Eminenz eines Wirtschaftsprüfers besitzen und Vermitteln was zueinander passt. Es ist die traurige Tatsache unserer Marktwirtschaft das ich bereits mehrere male dazu gezwungen wurde auf Contract Firmen zurückzugreifen.

Wobei mir alle Contractfirmen eine wirklich gute Stelle vermitteln konnten. es war nur einmal saisonelle Arbeit dabei, aber da kann die Contract Firma jedoch auch nichts dafür, er kann den Arbeitgeber ja nicht dazu zwingen der verliehenen Arbeitnehmer eine Festanstellung anzubieten. Es Missbrauchen ja nicht alle Firmen Leiharbeit zu einem persönlichen Vorteil und halten Leiharbeiter als Sklaven, welche die Situation der Stellensuchenden  ausnutzen, einige schon aber es gibt wie halt überall schwarze Schafe vor allem in unserer sozialen Marktwirtschaft und meist dort wo man diese am wenigsten erwartet zum Beispiel beim Staat.

Contractverträge beziehungsweise Verträge mit mehr als nur zwei Parteien haben für mehrere Parteien unterschiedliche Vorteile und Nachteile im Allgemeinen überwiegen aber die positiven Aspekte.  Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ergibt sich ein professionell vermitteltes Arbeitsverhältnis welches im Idealfall die Person und die Firma auf der Grundlage ob diese zueinander passen vermitteln. Das Arbeitsverhältnis ist für die beschäftigte Person juristisch nicht anfechtbar welches natürlich ein eindeutiger Vorteil für den Arbeitgeber ist, aber nicht alle Arbeitgeber missbrauchen diesen Umstand die Firma ,bei welcher ich im Momentan beschäftigt bin, missbraucht diesen zum Beispiel nicht, andere schon, aber so ist es halt wie bei jeder Unternehmung diese sind immer so unterschiedlich wie diejenigen Personen unterschiedlich sind welche die Unternehmung führen und beaufsichtigen. Der Arbeitnehmer kann sich bei Unzufriedenheit einen neuen Job suchen und muss nicht ein sonderlich schlechtes Gewissen haben wegen der Kündigung da es ja meist prekäre Verträge sind, zu einem späteren Zeitpunkt  falls alle Parteien miteinander zufrieden kann der Arbeitnehmer die verliehene Person problemlos übernehmen und es war für alle beteiligten ein erfolgreiches Contract, dabei lassen sich langwierige Vorstellungsgespräche, Bewerbungsschreiben und Assessments  ganz einfach umgehen.

Die Firma Univativ zum Beispiel  erachte ich als faire Firma , welche die Eminenz eines Wirtschaftsprüfers besitzt, ich kann den Personalverlleiher wirklich weiterempfehlen. An prekärer Arbeit muss nicht alles gleich schlecht sein nur weil es keine Festanstellung ist, die Tatsache, dass ein Personalvermittler Geld damit verdient ein Arbeitsverhältnis herzustellen welches „eventuell“ vielleicht sogar eine Festanstellung ergibt, ergibt für alle beteiligten Parteien eine „Win Win“ Situation. Die Kunst dabei ist halt offen zu kommunizieren, ohne Univativ hätte ich meinen tollen Job welcher ich in Bern bei CSL Behring momentan „heute ist der 07.04.2019“ innehabe nie erhalten, mein Ziel war halt wirklich eine Stelle in Bern zu bekommen, dass ich persönlich keine Erfahrung in der Pharmaindustrie habe ist nicht das schlimmste, mein Bruder besitzt dafür umso mehr Erfahrung in der Pharmaindustrie, was mir somit auch zugute kommen sollte. Obwohl es halt eben nur prekäre Arbeit ist erhalte ich einen Branchenüblichen Lohn, alles an diesem Angebot ist fair.

 

Schade finde ich es trotzdem das ich quasi dazu gezwungen wurde mir neue Stelle zu suchen, es war halt nie mein Ziel so viele Stellen innerhalb so kurzer Zeit zu wechseln, da ich allerdings nicht in die Zukunft schauen kann muss man dann halt eben immer aus jeder Situation das beste machen.

Aufgrund dieser Tatsache greife ich so unglaublich gerne auf Contract Firmen zurück, denn die meisten oder zumindest die mit  welchen ich zusammengearbeitet habe, haben ingsesammt alle einen guten Job geleistet und passende Stellen vermittelt, auch dann wenn Sie branchenfremd waren die Schlüsselkompetenz liegt dabei der Contractfirma mitzuteilen was für eine Stelle mann sucht und vor allem wo man diese sucht.

Es wäre doch immer das schönste gewesen ein Leben lang bei der selben Firma beschäftigt sein zu können, denn obwohl man die selbe Arbeit in meinem Fall als „Informatiker“ in einer anderen Firma ausübt und es solche konventionelle Standards wie ITIL und ISO gibt, so ist die Arbeit halt mit jedem Firmenwechsel eine andere. Es benutzen halt nicht alle Firmen die selben Applikationen, Betriebssysteme oder im allgemeinen Informatiklösungen, da ist es halt eben sehr schnell möglich, jahrelang in einer Firma ausschliesslich Windowsprodukte betreut zu haben und dann in eine Firma wechselt, welche ausschliesslich Linuxsysteme benutzt, da hilft einem ITIL und ISO auch nicht mehr weiter, mann muss dann zwangsläufig lernen eine komplett andere Informationsinfrastruktur zu bedienen und zu warten.

Es ist ein riesiger unterschied ob ich nun in einem Unternehmen mit 100-150 Mitarbeiter oder bei einer solchen mit 16000, in einer mit 10, in einer Aktiengesellschaft, Selbständig, einem Staatsbetrieb, Genossenschaft oder in einer GmbH tätig bin. Die Branche ist natürlich auch riesiger Unterschied. Alles habe ich schon durch.  Und es ist halt eben immer so, da hat man sicher über 3 Jahre in einem Betrieb wie bei der Invalidenversicherung jahrelang Unternehemsspezifisches Wissen aufgebaut, welches sobald mann dann leider dazu gezwungen wird den Job und eventuell sogar die Branche zu wechseln, einem dieses spezifische Wissen nicht mehr sonderlich viel nützt. Eventuell kann man es den Rest seines Lebens nie mehr gebrauchen, da gibt es ja zum Glück ITIL  und ISO Konventionen sowie staatliche Schulen und Universitäten, welche Wissen vermitteln welches nicht Unternehemensspezifisch ist.

In einem Startup oder einer GmbH welche meist nur wenige Mitarbeiter haben, gibt es viel weniger steife Prozesse und Entscheidungswege als in einem Grossunternehmen, bei der Selbständigkeit gibt es sogar noch weniger da gibt es nämlich „meistens“ genau einen welcher man an sich selbst richten sollte, oder an Familienmitglieder welche einem eventuell dabei unterstützt haben eine solche aufzubauen.

Es ist halt eben immer so wenn ich für ein Audit bzw. ein Consulting eine neue Firma besuche oder eine neue Stelle antrete, dass es durchaus „ungelernte“ Informatiker gibt, bzw. solche welche als Informatiker bei einer Firma angestellt sind und niemals eine Schule besucht haben welche didaktisch  aufbereiteten Informatikunterricht vermittelten und mir Dinge in der Informatik beibringen können und sogar müssen, oftmals handelt es sich dabei natürlich um Firmenspezifisches IT Wissen aber auch um konventionelles, denn im Grundegenommen ist es gerade in der IT Welt so, dass es vollkommen egal ist ob man nun „System Administrator, Supporter, Betriebsinformatiker, Wirtschaftsinformatiker, Medieninformatiker oder Applikationsentwickler ist,  man lebt in einer sehr schnell lebigen Welt in der man nie auslernt, so ist es nicht das schlimmste auf der Welt keine Fachdidaktik zu diesem Thema besucht zu haben um in der IT Branche einzusteigen, es ist allerdings auch so, dass dies einem natürlich das leben erleichtert, denn schlussendlich erhält man so „meistens“ mehr Lohn oder besser gesagt je höher der Bildungsabschluss des Berufes ist welcher man gerade ausführt, desto mehr Lohn kann man im allgemeinen verlangen und erwarten. „Lernen ist wie ein Meer ohne Ufer – Konfuzius“

Genau an diesem Punkt ist es nützlich gewesen doch fach-didaktischen Unterricht zum Thema Informationstechnologie besucht zu haben, denn obwohl es Informatiker gibt welche diesen Beruf nicht erlernt haben und insgesamt eine gute Arbeit abliefern, sind diese dann aufgeschmissen wenn Sie jahrelang ein Windowssystem betreut haben und dann auf eine Linuxinfrastruktur wechseln müssen und die theoretischen Grundlagen dazu nie vermittelt bekommen haben, allerdings kann mann die nötigen Kenntnisse auch ohne Fach-didaktischen Unterricht aneignen, wenn man es denn wirklich will, im Allgemeinen einen Wissensvorsprung zu haben schadet nie, das Problem ist halt eben jedesmal wenn mann sich neues Wissen aneignet, zu wissen ob mann dann dieses jemals wieder  brauchen können wird.

Wer will den schon genau beurteilen ob ich mein Wissen welches ich in der Versicherungsbranche, Transportlogistik,  Telekommunikationsbranche und Verkehrsplanungsbranche sammeln konnte jemals wieder brauchen werde können, das schönste an der Digitalisierung ist, das Informatiker in jeder Branche gesucht werden, nicht nur in der IT-Branche.

Nur allzuoft können Linienverantwortliche auf die Auswahl ihrer Mitarbeitenden nicht genug Einfluss nehmen.

Von wegen Mitarbeitende auswählen ist Chefsache!

Wie hoch ist wohl die Gefahr, dass allein durch die Einforderung des Motivationsschreibens die geeignetsten Leute geradezu aktiv von einer Bewerbung abgehalten werden?

Es kann gar das Dilemma entstehen, dass ein Bewerber sich zum Gefangenen des Schreibens macht. Fortan bestimmen die paar “einschleimenden” Zeilen sein Handeln. Und wenn das Original zurückkehren will:

“Ja, aber Sie haben doch schon damals geschrieben dass…”

Nur allzu verständlich, dass ein solches Vorgehen den Misserfolg vorprogrammiert.

Die mögliche Aussage, dass alle Unternehmen so vorgehen, ist bereits eine Hommage an die Resignation.

Es kann der Gedanke aufkommen, dass Kopien gesucht, gefunden und dafür bezahlt werden, damit sie helfen, das Unternehmen in den Misserfolg zu führen.

Wie kann eine Unternehmensleitung solches Tun unterstützen? Für alle Mitglieder der Belegschaft gilt die prioritäre Verantwortung: den Erfolg in der Zukunft sichern.

Wer diese Verantwortung wissentlich vernachlässigt, schadet dem Unternehmen und müsste eigentlich Zahlungen für den entstehenden Schaden leisten, statt sich hohe Saläre auszahlen zu lassen.

Aber eben: Kopien scharen lieber Kopien um sich als Originale.

Wer seine Motive in der Bewerbung kundtun will, wird dies auf freiwilliger Basis tun, könnte eine gängig vertretene Meinung sein.

Aus psychologischer Betrachtungsweise sind wir von einer art Ambivalenz geprägt, wie viele Unterschiede verträgt eine Unternehmung? Zu beachten wären hierbei auch familiäre Verhältnisse, Hobbys und Interessen.

Aus der Betrachtungsweise des Chefs oder Linienführers welcher oftmals nach einer top leistungsorientierter Idealbesetzung unabhängig von Verschiedenheit sucht hat dies in vielen Fällen oftmals eine viel zu geringfügige Bedeutung.

Die Frage welche sich dann stellt ist die folgende:

Inwiefern kann man es zulassen etwaige „neue Arbeitsprozesse“ zu schaffen oder einen Mitarbeiter in neue Themengebiet einzuarbeiten, denn schlussendlich sollte der ideale top Manager die Bedeutung von Verschiedenheit nicht zu gering schätzen, meiner Meinung nach.

Personaler die fordern am Vorstellungsgespräch zu „erwähnen“ welche Fähigkeiten man besitzt sind genauso fragwürdig, denn schlussendlich geht es ja darum eine Stelle mit einem vermeintlichen „Idealbewerber“ zu besetzen, Welche Fähigkeiten der Bewerber besitzt sollte man „eigentlich“ im Idealfall mit mehr oder weniger guter Genauigkeit anhand des Bewerbungsdossiers ableiten können, die sehr viel entscheidendere Frage ist inwiefern lassen sich, neue Arbeitsprozesse erlernen weder der Hochschul, Fachhoschschul, Hauptschul oder irgendein sonstiger Schulabschluss werden jemanden für eine Stelle qualifizieren, denn schlussendlich geht es in der Schule weniger um Bildung als um Klassifizierung, die Realität sieht natürlich oftmals anders aus, da nicht alle Unternehmen gleich gestrikt sind und in der Realität auch völlig resistent gegenüber Beratung sind.

„Die Schule hat zwar die Begriffe “Gewinner” und “Verlierer” abgeschafft, aber das Leben nicht. In einigen Schulen wurde das Durchfallen abgeschafft und man bekommt so viele Versuche wie man möchte, bis man die richtige Antwort gefunden hat. Das hat aber nicht die geringste Ähnlichkeit mit irgendetwas im richtigen Leben.“

„Das Leben ist nicht in Semester eingeteilt. Man hat den Sommer über nicht frei und nur sehr wenige Arbeitgeber sind daran interessiert dir zu helfen dich Selbst zu finden. dies sollte man in seiner Freizeit tun.“

 

 

 

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Motivationsschreiben - der Misserfolg ist Vorprogrammiert
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Dieser Beitrag handelt über das Bewerbungsschreiben und dessen vorprogrammierten Misserfolg, sofern man dieses zu persöhnlich nehmen sollte.
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