Traumatisch bedingte Dissoziationen der Persönlichkeit

Eine traumatisch bedingte dissoziation der Persönlichkeit kann schon ziemlich belastend sein und gehören zu den gesellschaftlichen Tabus, trotzdem finden Sie beinahe täglich statt und müssen angesprochen werden, es führt nichts darum herum, auch dann nicht wenn ein grosser Teil der Betroffenen und Angehörigen die Zusammenhänge nicht versteht, ist dies ein Thema welches auch heute noch für jeden eine gewisse Aktualität besitzt.

Dissoziationen aufgrund von Psychotraumatisierung sind nichts Krankes, sondern eine biologisch angelegte (gesunde) Schutz-Reaktion auf gravierende Störungen von aussen!

Dissoziative Abspaltung von Gedächtnisinhalten bedient sich bestimmter neurophysiologisch
festgelegter Muster. Insbesondere nach komplexen Traumatisierungen über längere
Zeit verselbständigen sich diese und werden zu generellen Konfliktlösungsmustern
auch im späteren Leben. Vor allem solche relativ eindeutig beschreibbare psychische und
somatoforme Phänomene haben als dissoziative Symptome bislang Eingang gefunden in die
aktuellen Diagnosekataloge ICD-10 und DSM IV:
Dissoziative Amnesie:

Wenn Betroffene an bestimmte Situationen oder Lebensphasen (insbesondere der Kindheit)
keine oder kaum Erinnerungen haben, liegt der Verdacht nahe, dass hier traumatische
Erinnerungen abgespalten werden. – Hiervon zu unterscheiden ist die natürliche
Kindheitsamnesie als Unfähigkeit von uns allen, uns an Umstände und Situationen etwa vor
dem 3. Lebensjahr zu erinnern. Dies hängt zusammen mit dem erst nach diesem
Lebensalter voll ausgebildeten kognitiv-sprachlichen Expliziten Gedächtnis.
Derealisierung:

Im Bereich der gesunden Alltagsdissoziation kennen wir Derealisierung als Fähigkeit, die
Ohren auf Durchzug zu schalten, als Erfahrung, situativ wie weggetreten zu sein oder als
Tunnelblick bei Übermüdung/Überforderung.

Wurde dissoziative Derealisierung als Reaktionsmuster zur Traumakompensation etabliert,
erleben viele Betroffene auch im späteren Leben Konfliktsituationen (die selbst keine
traumatisierende Wirkung haben müssen) oft wie einen Film. Sie haben das Gefühl, es ist
ein Traum, gleich wache ich auf! oder Das hat mit mir nichts zu tun! – Bei der dissoziativen
Derealisierung wird die Realität der Außenwelt ausgeblendet.

Eine Fight or Flight Reaktion ist in vielen Fällen eine normale Reaktion auf ein abnormales Erlebnis.

Die Fight-or-flight-Reaktion beschreibt die rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen in Gefahrensituationen als Stressreaktion.

Die zugehörigen neurobiologischen Abläufe erforschte Cannon an der Reaktion von Tieren auf Bedrohung. Die Ausgangsbasis seiner wissenschaftlichen Arbeit war sein Interesse an den Hintergründen der häufig auftretenden Posttraumatischen Belastungsstörung bei Soldaten während und nach dem Ersten Weltkrieg.

Während der Fight-or-flight-Reaktion veranlasst das Gehirn, dass durch Nervenbahnen des vegetativen Nervensystems Impulse an das Nebennierenmark gesendet werden, die dort eine schlagartige Freisetzung von Adrenalin bewirken, das u. a. das Herzminutenvolumen, die Körperkraft (Muskeltonus) und die Atemfrequenz erhöht. Bei einer Dauerbelastung werden zusätzlich stoffwechselanregende Hormone wie Cortisol von der Nebennierenrinde ins Blut abgegeben, da das Adrenalin zwar sofort, aber nur für kurze Zeit wirksam ist. Diese Reaktionen liefern die Energie für überlebenssicherndes Verhalten, das einer Stresssituation bei Tieren unter artgemäßen Bedingungen angemessen ist: Kampf oder Flucht.

Beim Menschen kann ein „Adrenalinstoss“ in Gefahrsituationen mit körperlichen Anforderungen sehr hilfreich sein, jedoch kommt es im Zusammenhang mit dem Fight-or-flight-Syndrom häufig auch zu Affekthandlungen.

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Traumatisch bedingte Dissoziationen der Persönlichkeit
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Traumatisch bedingte Dissoziationen der Persönlichkeit
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Eine traumatisch bedingte Dissoziation der Persönlichkeit kann schon ziemlich belastend sein und gehören zu den gesellschaftlichen Tabus, trotzdem finden Sie beinahe täglich statt und müssen angesprochen werden, es führt nichts darum herum, auch dann nicht wenn ein grosser Teil der Betroffenen und Angehörigen die Zusammenhänge nicht versteht, ist dies ein Thema welches auch heute noch für jeden eine gewisse Aktualität besitzt.
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1 thought on “Traumatisch bedingte Dissoziationen der Persönlichkeit

  1. Weitere häufige Symptome einer Lungenentzündung durch Pneumokokken sind eine schwere, oberflächliche und schnelle Atmung sowie Schmerzen beim Einatmen. Das Einatmen schmerzt, weil bei der Pneumokokken-Pneumonie oft gleichzeitig das Lungenfell entzündet ist (sog. Pleuritis). Die für eine bakterielle Lungenentzündung typische Atemnot führt häufig zu einem Beben der Nasenflügel während der Atmung (sog. atemsynchrones Nasenflügeln). Dies ist vor allem bei kleinen Kindern ein wichtiges Anzeichen für die Lungenentzündung. https://demedbook.com/alt-und-gesund-die-wissenschaft-des-lachens Weitere Risikofaktoren: Cannabismissbrauch, Migration, städtisches Leben mit Lärm und Reizüberflutung. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und können sich ändern: Frühe Anzeichen: Schizophrene Psychosen beginnen häufig mit kleinen Veränderungen und alltäglichen Befindlichkeitsstörungen: z. B. Nervosität, Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, gedrückte Stimmung, Grübeln oder Vernachlässigung der persönlichen Erscheinung.

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